Aktionstag Moore in Sonthofen

Am 25. Februar 2011 veranstaltete die Allgäuer Moorallianz zum Abschluss ihrer Wanderausstellung „Baden in der Faszination der Moore“ den Aktionstag „Moore, Klima – Zukunft“ in Sonthofen. Diese Veranstaltung wurde von uns durch einen Fachvortrag zu dem Thema „Hochwasserschutz durch Moorschutz“ von Dr. Florian Schober begleitet.

Heute werden Moore meist im Zusammenhang mit Klimaschutz und Treibhausgasen gesehen. Dass intakte Moorflächen auch einen entscheidenden Beitrag zur Wasserretention und damit zum Hochwasserschutz leisten können, war für viele Besucher des Aktionstages mit einem Aha-Effekt verbunden.

Wollen Sie mehr zu diesem Thema erfahren? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Vortrag_HochwasserGruppenfoto

Hochwasserlage in Deutschland

Das neue Jahr ist angebrochen, und die Schneefälle  haben sich in weiten Teilen Deutschlands in Regen verwandelt.

Gleichzeitig steigen mit der einsetzenden Schneeschmelze auch die Pegel vieler Gewässer an. Derzeit hört, liest und sieht man in der Presse immer wieder weitere Meldungen über Hochwasser und gesperrte Strassenabschnitte. In den nächsten Tagen sind weitere Niederschläge in mehreren Regionen Deutschlands zu erwarten, was zu einer zusätzlich verschärften Hochwasserlage führen kann.

Abzuwarten ist, ob es bei den hochwassererprobten Gemeinden und Städten wie Köln oder Würzburg, die sich in den letzten Jahren durch moderne Frühwarnsysteme und aufwendige Hochwasserschutzmaßnahmen vorbereitet haben, trotz allem noch zu unerwarteten Überschwemmungen kommen wird.

Informieren kann man über die derzeitige Hochwasserlage auf der Website des länderübergreifenden Hochwasserportals der Bundesländer unter hochwasserzentralen.de oder hochwasserzentralen.info.

Hochwasserrisikomanagment-Plan Main steht online!

Als erste Umsetzung entlang der europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie ist seit dem 20ten Dezember der Hochwasserrisikomanagment-Plan für das bayerische Maineinzugsgebiet nun online verfügbar. Gemeinden, Städten und Bürgern stehen Unterlagen zur Verfügung um Hochwasserrisiken besser einschätzen zu können.

Bis 2015 sind die europäischen Länder angehalten, Gewässer mit signifikanten Hochwasserrisiken auszuweisen, sowie Gefahren- und Risikokarten zu erstellen. Diese müssen in einem Hochwasserrisikomanagement-Plan ausgewiesen werden. Der Managementplan Main ist als Vorreiterprojekt in diesem Umfang für Bayern und Deutschland der erste Plan dieser Art.

Weiterführende Informationen, ein Informationsfaltblatt, sowie der Hochwasserrisikomanagment-Plan sind auf der Homepage zu  finden.

(Quelle: hopla-main.de)

Hochwassergefahrenkartierung (Quelle: hopla-main.de)

(Quelle: hopla-main.de)

Einzugsgebiet bayerischer Main (Quelle: hopla-main.de)

Jahrestagung 2010 des AK – Hydrologie

Nach der Jahrestagung des AK-Hydrologie in Halle im vergangenem Jahr, fand die diesjährige Jahrestagung am 19ten und 20ten November in Berlin, am Institut für Geographische Wissenschaften der Freien Universität Berlin, auf dem Geo-Campus Lankwitz statt. Eine Vielzahl an Vorträgen zum Thema Hydrologie, sowie eine Exkursion zum Thema “Geomorphologie und Wasser- und Grundwasserprobleme im bebauten Raum der Berliner Innenstadt” unter Leitung von PD Dr. Georg Schulz rundeten die Tagung ab.

Der Arbeitskreis Hydrologie stellt eine Interessensgemeinschaft von Geographen aus dem Verband der Geographen an Deutschen Hochschulen dar. Anfangs noch im Jahr 1979 als Diskussionsplattform für fachspezifische Fragen  gegründet, ist der Arbeitskreis Hydrologie heute ein offener Arbeitskreis für alle hydrologisch arbeitenden Wissenschaftler, und versteht sich selbst als Wissennetzwerk. Der Arbeitskreis bereitet jedes Jahr diverse Sitzungen, Exkursionen und Fachbeiträge in Zeitschriften vor, und steht der allgemein Presse in Öffentlichkeitsfragen zu Verfügung.

Weitere Informationen und die Präsentationen diverser Teilnehmer sind zeitnah auf der Website des AK-Hydrologie zu finden, erreichbar über die untenstehende Bildverlinkung.

200 Jahre Hydrologie in Deutschland

Am 13. Februar 1810 wurde im Auftrag von dem preußischen Innenminister Friedrich Ferdinand Alexander Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten eine vom Geheimen Oberbaurat Johann Albert Eytelwein entwickelte Pegelinstruktion eingeführt. Dies wird als der Beginn einer systematischen und  quantitativen Hydrologie in Deutschland betrachtet.

Dieses Jahr jährt sich dieses Datum zum 200ten Mal, und zu diesem Anlass fand Anfang November in Berlin, unter der Leitung der Bundesanstalt für Gewässerkunde, das internationale Symposium „Panta Rhei – Hydrologie für eine sich verändernde Welt“ statt.

Zum 200jährigen Bestehen der Hydrologie hat die Bundesanstalt einen öffentlichkeitswirksamen Kurzfilm „Flussfahrt mit Familie“ produzieren lassen, welcher auf dem Symposium in den Räumen des Bundespresseamtes vorgestellt wurde. Dieser Film soll der Auftakt einer Lehr- und Sachfilmreihe sein, welche anschaulich darstellen soll, inwiefern Wasserwirtschaft und Hydrologie die Lebensqualität der Menschen verbessern, und welches große Potential in ihnen liegt. Zudem wurde ein Gedenkband mit dem Titel „Wasser – Grundlage für das Leben“ vorgestellt, den die Bundeanstalt für Gewässerkunde im Auftrag des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung herausgeben wird.

Hervorgehoben wurde vorallem, dass die Wasserwirtschaft und die Wissenschaft Hydrologie stetig wachsend größtes Interesse während der immer wieder auftretenden Hoch- und Niedrigwasserereignisse erfahren.  Doch auch außerhalb dieser Phasen sind sie von zentraler Bedeutung für die Bevölkerung, Ökonomie und Ökologie, vorallem vor dem aktuellen Hintergrund des Klimawandels.

Mehr Informationen sind auf dem Webauftritt des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zu finden.

"Wasser ist Leben" (Quelle: bmvbs.de)

Symposium Panta Rhei Berlin 2010 (Quelle: bmvbs.de)